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Take back control

15. August 2021 · zuletzt aktualisiert 11. Mai 2022


Hinweis: Dieser Artikel ist ein laufender Erfahrungsbericht meiner Reise zu einem datenschutzfreundlichen Setup — und wird fortlaufend ergänzt.

An erster Stelle ein Dank an Kuketz-Security-Blog. Die Blog-Serie „Take Back Control“ dient mir als roter Faden.

Auslöser

Nachdem Apple angekündigt hat, mit dem Release von iOS 15 das Smartphone automatisch nach illegalen Inhalten zu scannen, konnte ich meine Enttäuschung nicht verbergen. Apple war bis dahin immer das Unternehmen gewesen, das Datenschutz als Alleinstellungsmerkmal prominent im Marketing hervorgehoben hat. Die heftig umstrittenen Möglichkeiten ziehen diesem Versprechen den Boden unter den Füßen weg.

… und mir im Übrigen auch. Mit diesem Artikel dokumentiere ich mein Setup bzw. den Plan zu einem familienfreundlichen Setup. Als ITler darf ich nicht der Einzige sein, der das System bedienen kann — meine Frau und meine Kinder gehören selbstverständlich dazu. Vielleicht erspart euch das Lesen einiges an Recherche.

IST-Zustand

Wir nutzen das Apple-Ökosystem mit allen Vorzügen: Fotos in der Cloud, Daten über iCloud synchronisiert, Familienfreigabe auf allen Endgeräten, Banking-Apps und Office 365. Die Integration von Office 365 funktioniert tadellos, daneben natürlich Surfen, Mail, Kalender. Klare Ansage vorweg: So bequem wie heute wird es nicht bleiben. Das ist eine bewusste Entscheidung — im Tausch für die Hoheit über die eigenen Daten.

Ziel

„Datenschutz — und dieses Mal ohne Wenn und Aber. Nochmal fange ich nicht an.“

Konkreter Einstieg: zuerst die Fotos. Da ich bereits eine eigene Nextcloud-Instanz betreibe, kann sie als Datenspeicher dienen. Offene Frage zum Start: läuft sie weiterhin am externen Container-Server oder auf einer Instanz zu Hause — mit VPN-Zugriff von unterwegs?

Stand Mai 2022

Nach einem knappen halben Jahr hat sich einiges getan:

  • Cloud-Speicher: Nextcloud-Instanz aus dem Winterschlaf erweckt.
  • Mail, Kalender, Kontakte: Mailcow auf eigenem Server.
  • Lesezeichen: Browser-Sync via Floccus über Nextcloud.
  • Social: Mastodon als Ersatz für Twitter (deutlich angenehmere Tonlage).
  • Fotos: Im lokalen Netz auf der Synology — ohne Umweg über die Cloud.
  • Chat mit Geschäftspartnern: Rocket.Chat.

Insgesamt bin ich zufrieden. Der Wartungsaufwand ist gering und es macht mal wieder Spaß, die Technik dahinter zu sehen.

Ausblick

Die einzelnen Bausteine werde ich nach und nach in eigenen Artikeln aufarbeiten — jeweils mit dem Fokus, wie sich das System im Familienalltag bedienen lässt, nicht nur, wie man es technisch aufsetzt.

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